16-02 Mundartdichtung

Mundartdichterin Annemarie Regensburger besuchte die NMS Mieming

Am Freitag, den 5.2.2016 besuchte die Mundartdichterin Annemarie Regensburger aus Imst die 2b der NMS Mieming. Frau Regensburger war zwei Stunden anwesend und trug den Schülern einige ihrer bewegenden Gedichte vor. Außerdem erfuhren die Schüler und Schülerinnen der 2b etwas über ihre Lebensgeschichte. In der ersten Stunde fesselte Annemarie Regensburger die Jugendlichen mit ihren spannenden Geschichten. Nach der Pause animierte die Mundartdichterin die Klasse dazu, selbst Gedichte zum Thema „Freundschaft“ zu verfassen und sie anschließend vor der Klasse vorzutragen. Dieser bunte „Mischmasch“ zeigte wie verschieden Kinder bzw. Jugendliche über dieses Thema denken. Einige Werke finden Sie im Anschluss dieses Artikels.

(Lena W. & Katharina S. 2b)

 

Sophie Falkner hat sich kurz, aber gut zum Thema Freundschaft ausgelassen:

Wos isch a Freindin?

A Freindin isch de mi mag,

De mi nit alloan lasst alle Tag.

Für immer in Kontakt bleiben mog,

De mi mog an alle Tag.

 

Martin Maurer schrieb zwar nicht Mundart, aber er verfasste dennoch ein aussagekräftiges Gedicht:

Was ist Freundschaft?

Mein Freund

der soll

verlässlich sein,

dann schließ‘ ich ihn in meinem Herzen ein.

Manchmal gibt es auch Streit,

aber am nächsten Tag ist das Vergangenheit.

 

Dominik Oberdanner schrieb mit wiederholten Wörtern:

Freindlich sein

Freindlich, freindlich, freindlich sein,

kann jeder in da Goschn sein.

Freindlich, freindlich, freindlich sein,

muas ma im Herzen sein.

 

Gefühlvoll geschrieben: Leonie Neurauter schreibt in Reimen:

Was ist Freundschaft?

Freundschaft ist wie eine wärmende Sonne,

mit Freundschaft bin ich voller Wonne.

Freundschaft ist ein Lebenssinn,

in Freundschaft gibt es einen Neubeginn.

Meine Freunde wissen das,

denn mit ihnen macht fast alles Spaß!

 

Lena Westreicher hat in Strophen geschrieben:

I bin alluan

I bin alluan,

i han kuan,

Ganz alluan

in da weiten Welt,

wenn i decht lei a Freindin hätt.

 

Mei Freindin soll mit mir spieln,

und mi nit manipuliern,

Mir zur Seite stian,

und in die schlimmen Zeiten it gian.

Ohne Freindschaft kann i nit leben,

i weard ab ietz an meiner Freindin klebn.

 

Ietz bin i nimma alluan,

Ietz han i oan,

Han oan,

in da weiten Welt,

weil insre Freindschaft immer hält.

 

Max Reijonen erklärt, was sein Freund für Eigenschaften haben soll:

Was isch Freindschaft?

Epa der mi it oanfoch so hängen losst.

Er sell mi it auf oanmol stian lossn.

Er darf mi it verspotten.

Der muas immer für mi do sein.

Mei Freind sell a bissl teiln kenna.

Mein Freind sells egal sein wia i onzochan bin.

Mei Freind sell it imma liagan, dass er koa Zeit hot.

Man darf mit’n Freind streitn oba man sell sich wieder vertrogn.

Mit mein Freind sell i epas schians tian.

Mit mein Freind sell i epas onstelln kenna.

Man soll bei an Freind offen sein kenna.